18. Techniktag der Schotterindustrie: ISTE zu Gast im STORZ-Schotterwerk Neuhausen

Fachlicher Austausch, am besten vor Ort in einer besonders interessanten Abbaustätte – dies macht die Techniktage der Schotterindustrie aus, die der Industrieverband Steine und Erden e.V. (ISTE) jedes Jahr gemeinsam mit dem Güteschutz Naturstein Baden-Württemberg e.V. veranstaltet. Zur 18. Ausgabe dieses Fortbildungsseminars waren rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ganzen Land ins STORZ-Schotterwerk Neuhausen ob Eck gekommen, insbesondere um sich über diese aufwendig modernisierte und mustergültige Anlage zu informieren.

„Als Gastgeber freuen wir uns natürlich und sind auch ein wenig stolz, dass uns so viele Kolleginnen und Kollegen besuchen, um sich unser rundherum modernisiertes Werk anzusehen“, sagt Christian Rebmann, Geschäftsführer STORZ Baustoffe. Zusammen mit Susanne Gräfin Kesselstatt, Geschäftsführende Gesellschafterin der Unternehmensgruppe, hatte er diese Fachveranstaltung in die Wege geleitet und vorbereitet.

Die Kollegen aus dem Schotterwerk hatten unter Federführung von Werkleiter Matthias Kohli für das Seminar eigens Haufwerke planiert und so quasi eine Tribüne geschaffen, von der man einen hervorragenden Blick auf alle Anlagen hatte. Ein großes Zelt bot den Rahmen für vier Fachvorträge und an diesem herrlichen Julitag auch den nötigen Schutz vor der Sonne.

Christian Rebmann prägte mit mehreren Referaten den Vortragsteil der halbtägigen Veranstaltung. Er stellte zum einen die STORZ-Unternehmensgruppe vor, sprach anschließend über neue Regelwerke beim Einbau von Asphalt - besonders über die ZTV/TL Asphalt 2026 - und präsentierte schließlich den Umbau und die Modernisierung des Schotterwerkes Neuhausen. Sie sei innerhalb eines Dreivierteljahres über die Bühne gegangen und habe insgesamt 11,5 Mio. Euro gekostet. Seit Sommer 2023 laufe das Werk jetzt hocheffizient und zur vollsten Zufriedenheit der Auftraggeber. Weitere Vorträge befassten sich mit den Themen „Digitaler Produktpass“ sowie „Bodenkundliche und forstliche Rekultivierung von Steinbrüchen“.

Höhepunkt der Veranstaltung war sicherlich die Besichtigung des modernisierten Schotterwerks. Die Gäste nutzen gerne die Gelegenheit, die in wesentlichen Teilen umgestaltete Anlage im Detail kennenzulernen. In zwei Gruppen informierten sie sich über die erneuerte Anlagentechnik: den Umbau des Vorbrechers, die Verlagerung und Modernisierung der Siebschuttaufbereitung, die vollständige Erneuerung des Sekundär- und Tertiärbrechers, die neue Sandaufbereitung im Trockenverfahren, die Erweiterung der Puffersilos sowie die komplette Erneuerung der Steuerungs- und Elektrotechnik.

Insbesondere traf die digitale Steuerung auf großes Interesse. Während früher lediglich Ein- und Ausschalten möglich war, können heute einzelne Anlagenteile bedarfsgerecht zugeschaltet werden. Dadurch wird die Produktion flexibler und deutlich effizienter. Im Zuge des Umbaus wurde auch die Werksinfrastruktur modernisiert durch den Neubau einer modernen Reifenwaschanlage, die Errichtung einer zweiten Fahrzeugwaage, die Optimierung der Ein- und Ausfahrt sowie die Erneuerung der Wasserwirtschaft.

Christian Rebmann: „Die Modernisierung unseres Schotterwerkes hat sich aus wirtschaftlicher Sicht, aber auch ökologisch in jeder Hinsicht gelohnt. Wir verbrauchen gut ein Drittel weniger Strom als vorher und erzeugen durch unsere neue Technik mehr brauchbares Material, schonen also Deponien. Dies alles scheint unsere Gäste schon beeindruckt zu haben.“

Dass zum fachlichen Austausch natürlich auch eine ordentliche Bewirtung gehört, versteht sich von selbst. Die im ISTE organisierten Kolleginnen und Kollegen jedenfalls verließen Neuhausen mit besten Eindrücken und vielleicht auch mit guten Ideen für ihre eigenen Anlagen.

 

Informationen zu den Bildern:

 

Gruppenbild vor einer musterhaften Anlage - der 18. Techniktag der Schotterindustrie fand im STOZ-Schotterwerk Neuhausen statt.

 

Rund 60 Unternehmer und Rohstoffexperten aus ganz Baden-Württemberg hatten sich angemeldet.

 

Höhepunkt der Veranstaltung: die Besichtigung des modernisierten Schotterwerks.

 

Werkleiter Matthias Kohli (r.) erläutert den Gästen die Einzelheiten.

Zurück