23. Deutsche Asphalttage: Branchentreff vor Alpenpanorama

Es waren nicht Watzmann und Königsee, welche rund 1.200 Vertreterinnen und Vertreter der Asphaltbranche auch in diesem Jahr wieder nach Berchtesgaden gelockt hatten - es war vielmehr auf Einladung des Deutschen Asphaltverbandes (DAV) der Austausch zwischen den Beteiligten des Straßenbaus in Deutschland: Politikern, Ingenieuren, Wissenschaftlern und Vertretern aus Bundes- und Landesministerien sowie der Autobahn GmbH. Die 23. Deutschen Asphalttage standen unter dem Leitmotiv „Asphaltstraßenbau im Wandel – Treffen. Reden. Entscheiden.“ Man diskutierte zentrale Zukunftsfragen wie den Einsatz von KI und Digitalisierung, Nachhaltigkeit und CO₂-Bilanzierung, alternative Brennstoffe, Innovationen in der Asphalttechnik sowie aktuelle und kommende Regelwerke im Straßenbau. Zu den zahlreichen Referenten gehörte auch Christian Rebmann, Geschäftsführer von STORZ Baustoffe.

Es war nur eines von zahlreichen Referaten an den drei Kongresstagen, aber es stand als Teil der Mitgliederversammlung gleich zu Beginn des Vortragsmarathons: Christian Rebmann sprach als Mitglied der DAV-Arbeitsgruppe „Maschinen und Umwelt“ über die Tätigkeit des Gremiums, das sich im vergangenen Jahr besonders mit den Themen „Temperaturabgesenkter Asphalt, Emissionsminderung, Kontinuierliche Emissionsmessung und Alternative Brennstoffe“ beschäftigt hatte.

Rebmann: „Diese Themen haben unmittelbare und praktische Auswirkungen auf die Produktion und auf den Einbau von Asphalt. Insbesondere temperaturabgesenkte Asphalte sind hochaktuell, da ihr Einbau mit Einführung eines neuen Regelwerks im zweiten Quartal 2026 und dem ‚Scharfschalten‘ des neuen Arbeitsplatzgrenzwertes für Dämpfe und Aerosole aus Bitumen ab dem 01.01.2027 bundesweit verpflichtend wird.“ Als ehemaliger Bereichsleiter Asphalteinbau bei STORZ und somit erfahrener Praktiker konnte er die Auswirkungen der neuen Regelungen sowohl auf die Produktionsanlagen als auch auf den Einbauprozess darstellen und Handlungsempfehlungen geben. Rebmann ist in seiner heutigen Funktion auch zuständig für die drei Asphaltmischanlagen des Unternehmens.

Insbesondere Arbeits- und Gesundheitsschutz stünden hinter der flächendeckenden Einführung von temperaturabgesenkten Asphalten, erläuterte der Ingenieur. In der Praxis habe deren Produktion den vermehrten Einsatz von Additiven sowie verringerte Zeitfenster beim Einbau zur Folge. In Baden-Württemberg und somit auch bei STORZ habe man bereits in den vergangenen Jahren Praxiserfahrungen sammeln können. Digital unterstützten Logistikketten komme hierbei eine erhöhte Bedeutung zu.

Die neuen Regelwerke - insbesondere mit Blick auf Emissionsminderungen - nahmen einen weiteren Teil seines Vortrages ein. Hier gebe der DAV seinen Mitgliedern beratend Hilfestellungen, so Rebmann. Mit einem Blick in die Zukunft und auf alternative Brennstoffe von Holz bis Wasserstoff in Asphaltmischanlagen beschloss der Storzianer sein Referat.

 

Informationen zum Bild:

Christian Rebmann, Geschäftsführer von STORZ Baustoffe, referierte vor den 1.200 Teilnehmern der 23. Deutschen Asphalttage in Berchtesgaden.

 

 

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