A81 Baulos 3.2.1: Hoher Besuch im Tunnel Goldberg

Über den Stand der Arbeiten am Tunnel Goldberg auf der A81 zwischen Böblingen und Sindelfingen informierte sich Ende November die Geschäftsführerin Finanzen und IT der Autobahn GmbH des Bundes, Dr. Jeannette von Ratibor. Sie wurde begleitet vom Geschäftsbereichsleiter Bau und Erhaltung bei der Niederlassung Südwest der Autobahn GmbH, Klaus Ullrich, sowie vom Projektleiter der DEGES für den Ausbau der A81, Johannes Kuhn. Der Besuch war auf Einladung von Susanne Gräfin Kesselstatt zustande gekommen, Geschäftsführende Gesellschafterin der STORZ-Unternehmensgruppe. Von Firmenseite nahmen auch Geschäftsführer Markus Elsen, Christoph Feger, Bereichsleiter Großprojekte, Bauleiter Patrick Jait und Polier Armin Braun teil.

Patrick Jait informierte die Gäste in einer Präsentation über den aktuellen Stand des Bauloses 3.2.1 als Teil des sechsstreifigen Ausbaus der A81 über insgesamt 7,2 km Strecke. Das Gesamtprojekt soll bis 2028 fertig gestellt sein mit veranschlagten Kosten von 400 Mio. Euro. Allein das Tunnel-Baulos hat ein Finanzvolumen von 110 Mio. Euro. Im Anschluss an den Vortrag besichtigte man die Tunnelbaustelle.

Das Lärmschutz Bauwerk trägt inzwischen auch einen Namen: „Tunnel Goldberg“. Damit nimmt man Bezug auf die in unmittelbarer Nähe liegende Sindelfinger Anhöhe Goldberg. STORZ ist beim Baulos 3.2.1 in einer ARGE mit Wayss & Freytag für die Erd- und Tiefbauarbeiten sowie später im Tunnel für den Straßenbau zuständig. ARGE-Partner Hochtief realisiert den Ingenieurbau.

Die erste der beiden insgesamt 850 m langen Tunnelröhren soll im Jahr 2027 freigegeben werden. Der Tunnel entsteht in offener Kastenbauweise mit einer Breite von rund 39 m. Während der seit 2023 laufenden Bauarbeiten wird die Autobahn auf provisorische Spuren verlegt, sodass stets mindestens zwei Fahrstreifen je Richtung offenbleiben. Im Frühjahr soll der Straßenbau im Inneren des Tunnels beginnen. Rund 400 m des Bauwerks sind bereits errichtet.

Nach Fertigstellung soll das Lärmschutzbauwerk mit Erde überdeckt und begrünt werden. Die Gäste erfuhren auch, dass auf dieser Großbaustelle Kreislaufwirtschaft eine bedeutende Rolle spielt. So wurden und werden ausgebaute Bodenmassen zum Überdeckeln des Tunnels verwendet, genauso wie man Beton- und Asphaltaufbruch an den geeigneten Stellen wieder einsetzt.

Dr. Jeannette von Ratibor zeigte sich sehr beeindruckt von dem Bauwerk und begeistert von der Kompetenz unseres Großprojekte-Teams. Für das Baujahr 2026 brachte sie die positive Nachricht, dass alles, was baureif ist, auch gebaut wird. Gräfin Kesselstatt betonte in der Diskussion, dass die Verstetigung der Mittel essentiell für unsere Branche sei, um Planungssicherheit zu bekommen. Auch sei der Abbau von Bürokratie in der Infrastruktur dringend erforderlich.

Informationen zu den Bildern:

 

Der Rohbau des Tunnels Goldberg ist inzwischen zur Hälfte fertiggestellt, also auf rund 400 m.

 

Klaus Ullrich (Autobahn GmbH), Johannes Kuhn (DEGES), Polier Armin Braun und STORZ-Geschäftsführer Markus Elsen (v.l.).

 

Christoph Feger, Bereichsleiter Großprojekte, und Bauleiter Patrick Jait (v.l.).

 

Informationsbesuch im Tunnel Goldberg: Susanne Gräfin Kesselstatt, Dr. Jeannette von Ratibor mit Tochter Marie-Louise von Ratibor.

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