Deponie Talheim: Entsorgungssicherheit für drei Landkreise
Dies ist Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg: Mit der Erweiterung der Deponie Talheim, im Landkreis Tuttlingen gelegen, schafft dieser Entsorgungssicherheit für mineralische Restabfälle gleich für die benachbarten Kreis Rottweil und Schwarzwald Baar mit. STORZ-Deponiebau und CONVIA Geo Consult haben den Auftrag mit einer Bausumme von 10,5 Mio. Euro für das Projekt bekommen. In diesem Rahmen wird auch die STORZ-Bauwerkinstandsetzung tätig.
Die Erweiterungsfläche südöstlich der bestehenden Deponieabschnitte ist mit 6,1 ha nicht klein. Hier sollen in den kommenden Jahren nach und nach Entsorgungskapazitäten von bis zu 2 Mio. t DK0-, DK1- und DK2-Material geschaffen werden. Dies bedeutet eine Laufzeitverlängerung der Verfüllung um rund 25 Jahre.
Seit Frühjahr 2025 laufen die Arbeiten unter der Bauleitung von Marius Binkert. Polier auf dieser Baustelle ist Erwin Winze. Derzeit arbeitet man an einer Basisabdichtung zur Erweiterung der DK2-Deponie.
In diesem Zusammenhang stellen die Storzianer die nötige Sickerwasserableitung her. Diese verläuft als Freispiegelleitung. Die Besonderheit: Neben dem klassischen Kanalbau wird auf einer Trasse von 170 m ein Spühlbohrverfahren angewandt, und auf einer Trasse von ca. 60 m verlegt man die Leitung mit Hilfe einer Hammerbohrung mit anschließendem Einsatz von Stahlmantelrohren. Dazu mussten die Storzianer Baugruben mit einer Tiefe von bis zu 11 m ausheben und mit einem Berliner Verbau bzw. einem Gleitschienenverbau sichern.
Das so abgeleitete Wasser soll sich künftig in Sickerwasserspeichern sammeln. Die Fundamentplatten für die zwei Sickerwasserspeicher stellten die Kollegen der STORZ-Bauwerkinstandsetzung her.
Es sind also nicht nur die drei Landkreise, die bei diesem Projekt zusammenarbeiten, sondern auch einige STORZ-Bereiche.
Informationen zu den Bildern:
Die Deponie Talheim im Orthofoto von STORZ-Vermesser Sebastian Danner – unten rechts der Erweiterungsbereich.
Der Berliner Verbau ermöglicht Tiefbau auf engstem Raum.
Arbeiten in 11 m Tiefe.
Gleitschienenverbau und Hammerbohrung mit Einsatz von Stahlmantelrohren.