Deponiebaustellen in Albstadt und Balingen: Millionenprojekte vor dem Abschluss
Die Millionenprojekte in Albstadt und in Balingen stehen kurz vor dem Abschluss - in beiden Städten haben STORZ Deponiebau und CONVIA GeoConsult die dortigen Erddeponien ausgebaut und erweitert. Rund zwei Jahre haben diese Arbeiten gedauert. Beide Aufträge wurden vom Zollernalbkreis zusammen ausgeschrieben und stehen bei STORZ mit ca. 17 Mio. Euro in den Büchern.
Die Deponie Schönbuch bei Albstadt sollte genauso wie die Deponie Hölderle 2025 fertiggestellt werden. Allerdings standen umfangreiche zusätzliche Leistungen sowie das doch manchmal schlechte Wetter diesem Zeitplan entgegen.
Das Bild der Deponie Schönbuch zeigt links den DK0- und rechts den DK1-Bereich. Dieser wurde zuerst realisiert und bereits im Laufe der Arbeiten genutzt. Der DK0-Bereich wurde mit Ölschiefer aus dem Schwarzen Jura abgedichtet, den man in der Deponie Hölderle in Balingen gewonnen hatte. Dies sei technisch eine Premiere in Deutschland gewesen, erläutert Bauleiter Marius Binkert, der für beide Projekte zuständig ist. Geologisch gehören Albstadt und Umgebung zum „Weißen Jura“, für den der helle Kalkstein typisch ist, aus dem beispielsweise Schotter gewonnen wird.
Dagegen zählt die Deponie Hölderle bei Balingen geologisch zum sogenannten „Schwarzen Jura“. Hier dominiert Posidonien- oder Ölschiefer mit seinen häufigen Einlagerungen von Fossilien. Das Bild von dort zeigt die aufwendige Abdichtung des DK1-Bereiches in Sichtweite das Plettenbergs mit seinem Fernsehturm. Auf dem planierten Untergrund wurden schwarze Kunststoffdichtungsbahnen verlegt, darauf ein weißes Schutzvlies. Es folgte die Entwässerungsschicht aus Schlacke und teerhaltigen Material vom Bauhof in Tuttlingen. Allein dieser Bereich soll 200.000 m3 mineralische Abfälle aufnehmen.
Beide Deponien sollen in der ersten Hälfte 2026 fertig gestellt sein, so Marius Binkert.
Informationen zu den Bildern:
Deponie Schönbuch bei Albstadt.
Deponie Hölderle bei Balingen.