Erschließungsgebiet Emmingen-Liptingen: Bauen für mehr Wirtschaftswachstum
Emmingen Liptingen geht es gut. Die Gemeinde mit ihren knapp 5000 Einwohnern hat sich in den letzten Jahren zum begehrten Gewerbestandort entwickelt, geographisch günstig gelegen zwischen Tuttlingen und Stockach, Neuhausen und Immendingen. So mancher Betrieb will sich hier ansiedeln oder sich vergrößern. Nur fehlte bislang dafür der Platz. Das soll sich jetzt ändern mit der Erweiterung des Gewerbegebietes „An Gehren“. Diese realisiert STORZ.
Silas Hoppe ist in diesen Tagen Anfang Mai ein begehrter Gesprächspartner. Er gibt als ehemaliger „Vorzeige-Azubi“ und heutiger Straßenbauermeister gerne Auskunft über seinen Werdegang im Unternehmen gegenüber einer Redakteurin und einem Filmteam der Badischen Zeitung. STORZ soll den Wirtschaftspreis „Jobmotor“ bekommen, und dabei spielt der junge Kollege eine wichtige Rolle. Kaum ist er damit fertig, konzentriert er sich wieder auf seine eigentliche Arbeit und führt seinen Gast über die 6 ha große Fläche, die er unter der Bauleitung von Jonas Weiler zusammen mit seiner Kolonne erschließt.
Es sei seine erste richtig große Baustelle, sagt Silas Hoppe. Begonnen habe er sie zusammen mit seinem Polier-Kollegen Lothar Guduscheit, von dem auch die Drohnenbilder stammen. Der Auftragswert liege bei über 2 Mio. Euro. Was ihn besonders freue: die Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt auf der Baustelle funktioniere hervorragend. Er als junger Polier profitiere sehr von der Erfahrung der älteren Kollegen. Dafür sei er dankbar.
Im vergangenen September habe man hier begonnen; man arbeite derzeit am ersten von zwei Bauabschnitten, erläutert Hoppe. Regen- und Schmutzwasserkanäle sowie Wasserleitungen habe man bereits weitgehend verlegt. Angesichts der Größe des Geländes seien DN250- bis DN800-Rohre eingebaut worden, dazu groß dimensionierte Schachtbauwerke.
Zur Infrastruktur gehöre auch ein unterirdischer Löschwassertank, der aus Rohren mit bis zu 3,20 m Durchmesser bestehe und unabhängig von der Regenwasserkanalisation sei. Dessen Anlieferung sei spektakulär gewesen, erzählt Hoppe. Man habe auf Tiefladern jeweils Halbschalen angeliefert, die vor Ort dann zusammengesetzt und verschraubt worden seien.
Ins Auge fällt ein großes Regenrückhaltebecken. Mit einer Länge von 100 m und einer Breite von 50 m ist es ein zentrales Element dieses erweiterten Gewerbegebietes. Es soll die zu erwartenden Regenwassermengen regulieren. Es kann Wasser bis zu einer Höhe von 60 cm aufnehmen, bevor dieses über einen Überlauf in die Kanalisation geleitet wird.
Die neuen Gewerbegrundstücke werden über eine Ringstraße verbunden, deren Anlage ebenfalls zum Auftrag gehört, genauso wie die Anbindung an die B14 in unmittelbarer Nähe. Beste Voraussetzungen also für ein noch höheres Wirtschaftswachstum in Emmingen Liptingen.
Die beteiligten Storzianer: Jonas Weiler (Bauleitung), Mathias Kayakoperan (Abrechner), Silas Hoppe, Lothar Guduscheit (Poliere), Jürgen Digel, Marko Olywa (Facharbeiter), Siegfried Jahnke, Andreas Dirschauer (Maschinisten).
Informationen zu den Bildern:
Emmingen-Liptingen erweitert das bestehende Gewerbegebiet „Auf Gehren“ um 6 ha Fläche. Die Grundstücke in dem erweiterten Gewerbegebiet sind begehrt und bereits vergeben.
Zentrales Element ist ein großes Regenrückhaltebecken. Oktober 2024: Der riesige Löschwassertank wird eingebaut.
Die Großrohre werden mittels Kettenzügen verbunden.
Polier Silas Hoppe.