Knotenpunkt Hafner: Entlastung für die Schwarmstadt Konstanz

Konstanz gehört zu den Schwarmstädten in Deutschland. Die Konzilstadt am Bodensee ist natürlich privilegiert durch ihre idyllische Lage, aber sie ist auch ein besonderer Anziehungspunkt für junge Menschen, die sich an der dortigen Universität oder an der Hochschule auf ihre Zukunft vorbereiten wollen. Entsprechend strapaziert zeigt sich der Wohnungsmarkt. Dem will die Stadt nun im Norden mit den Bau eines neuen Quartiers namens „Hafner“ abhelfen. STORZ schafft dafür wichtige Verkehrswege, insbesondere den Knotenpunkt 1.

Ende Juni haben die Bauarbeiten an diesem zentralen Kreuzungspunkt begonnen. Unter der Leitung von Oberbauleiter Josef Bosch und Jungbauleiter Mathias Kayakoparan schaffen die beiden Poliere Steffen Hess und Henry Scherr, mit ihren Kollegen die neue Zufahrt zum ersten Bauabschnitt des geplanten Wohn- und Arbeitsquartiers nördlich des bisherigen Stadtgebiets. Die Investitionen für diesen Verkehrsknoten und die ersten Erschließungsabschnitte belaufen sich auf rund 3,4 Mio. Euro.

Der neue Knotenpunkt entsteht auf der Nordumfahrung Wollmatingen zwischen der Radolfzeller Straße und der Dettinger Straße. Geplant sind zusätzliche Fahrstreifen, neue Geh- und Radwege, moderne Querungsmöglichkeiten sowie eine komplett neue Lichtsignalanlage. Damit wird die Infrastruktur bereits heute auf die Anforderungen eines künftig stark wachsenden Stadtteils ausgelegt.

Die Baustelle verdeutlicht die Dimension des Projekts. Der Baubereich erstreckt sich über rund 480 m Länge und durchschnittlich 40 m Breite entlang der L221. Neben klassischen Straßenbauarbeiten gehören umfangreiche Erdarbeiten, die Herstellung neuer Entwässerungssysteme, Leitungsverlegungen und wasserbauliche Maßnahmen am Giratsmoosbach zum Gesamtumfang. So wird unter anderem die bestehende Verdolung des Bachs verlängert und der Gewässerquerschnitt erweitert, um die Anforderungen der zukünftigen Straßenführung zu erfüllen.

Anspruchsvoll ist die Koordination der zahlreichen Beteiligten. Neben dem Tiefbauamt der Stadt sind die Stadtwerke sowie die Entsorgungsbetriebe Konstanz eingebunden. Während die Stadtwerke neue Versorgungsleitungen verlegen, kümmern sich die Entsorgungsbetriebe um die Herstellung und AGünter npassung der Entwässerungsanlagen.

Langfristig soll die neue Infrastruktur deutliche Vorteile bringen, doch während der Bauphase müssen Verkehrsteilnehmer erst einmal erhebliche Einschränkungen in Kauf nehmen. Für die Umsetzung der Arbeiten wurde die L221 im Baustellenbereich nämlich vollständig gesperrt. Die Stadt hat sich bewusst gegen eine halbseitige Verkehrsführung entschieden, um die Bauzeit zu verkürzen und einen sicheren Bauablauf zu gewährleisten. Autofahrer, Radfahrer und der öffentliche Nahverkehr müssen auf Umleitungsstrecken ausweichen. Besonders betroffen sind die Verbindungen in Richtung Dettingen, Litzelstetten und zur Insel Mainau.

Diese Vollsperrung soll bis Ende Oktober 2026 gelten. Mit der Fertigstellung des Verkehrsknotenpunktes wird bis zum Jahresende gerechnet. Dann soll hier als technisch zukunftsweisendes Element eine neue Ampelanlage den Verkehr regeln: verkehrsabhängig gesteuert, mit moderner LED-Technik ausgestattet und in das bestehende Verkehrsmanagement eingebunden. Auch dies gehört zum Auftakt für eines der wichtigsten Zukunftsprojekte der Stadt Konstanz.

 

Informationen zu den Bildern:

 

Nördlich von Wollmatingen entsteht der Verkehrsknotenpunkt 1 Hafner. Im Hintergrund die Insel Reichenau.

 

Hier treffen wichtige Verbindungen zwischen Konstanz, Litzelstetten, Dettingen und der Insel Mainau aufeinander.

 

Polier Steffen Hess, Maschinist Günter Graf, Facharbeiter Wolfgang Reichle (v.l.).

 

Den Leitungsbau gilt es mit zahlreichen anderen Baubeteiligten zu koordinieren.

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