Schänzlesportplatz Konstanz: Gute Sport-Nachrichten aus dem Paradies

Es sind gute Nachrichten für Konstanzer Sportler, die jetzt aus dem Paradies vermeldet werden. Dort, wo der gleichnamige Konstanzer Stadtteil ans Schweizerische Tägermoos grenzt, auf der letzten Landzunge Deutschlands am Südufer des Seerheins, liegt der Schänzlesportplatz mit seiner großen Halle. Die kompletten Außenanlagen haben die Kollegen um Schöppler-Bauleiter Christian Lingl und Polier Johannes Chavillier in sechsmonatiger Arbeit nun saniert und neugestaltet.

Die Wolken hängen tief und es ist regnerisch an diesem Tag Ende September. Trotzdem ist Johannes Chavillier guter Dinge. Zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen hat der Capo dieses Projekt auf die Zielgerade gebracht. Mit Blick auf die knallrote Tartanbahn schmunzelt er nur und meint: „Hier werden nach einem Regen keine Pfützen mehr stehen wie früher!“

Der frühere Zustand der Wettkampfbahn beschrieb gut die Verfassung der gesamten Anlage. Der Schänzlesportplatz und seine Halle stammen aus den 70er Jahren; sie waren immer mal wieder ausgebessert, aber nie grundsaniert worden. Dies stand zwar schon lange auf dem städtischen Wunschzettel, ließ aber immer wieder auf sich warten. Die Außenanlagen wollte man zudem erst angehen, wenn die Sporthalle modernisiert sein würde. Diese Voraussetzung war nunmehr erfüllt und Schöppler bekam den Auftrag, innerhalb von sechs Monaten Sportplatz und Außenanlagen zu erneuern, planerisch geleitet vom Büro Eberhard Landschaftsarchitekten.

Dies bedeutete den Aufbau der Sportanlagen von Grund auf. 2.000 m3 Boden habe man zuerst einmal entfernen und fachgerecht entsorgen müssen, berichtet Johannes Chavillier. Belastetes Material, denn in diesem Bereich habe sich ganz früher eine Mülldeponie befunden. Erst dann habe das siebenköpfige Team die zentrale Ballsportfläche und die Leichtathletik-Anlagen drum herum aufbauen können.

Dazu musste der wellige Untergrund zunächst einmal begradigt und ein Planum auf der gut 1 ha messenden Fläche hergestellt werden. Dabei habe es eine sehr gute Zusammenarbeit mit Kollegen von STORZ gegeben. Drainageleitungen für die zentrale Fläche sowie Sammlerleitungen um das Spielfeld herum folgten, ebenso eine Beregnungsanlage mit rund 1.000 m Leitungen. 800 Tonnen Sand habe man anschließend aufgebracht, nachdem dieser mit dem bisherigen Humusbelag in einem bestimmten Verhältnis gemischt worden war, berichtet der Polier.

Johannes Chavillier führt über die neue Anlage. Blau leuchtet der Anlaufbereich zum Weitsprung, rot die 400-m-Bahn. „Ein Kunststück, die einzumessen“, kommentiert Chavillier. „Aber GPS hat uns auch den Einbau der Kanäle, Drainageleitungen und Schlitzrinnen erleichtert. Die mussten millimetergenau gesetzt werden, damit das Wasser im Freispiegel ablaufen kann.“ Man merkt dem Capo an, dass er stolz ist auf seine Leute und auf die Arbeit, die hier geleistet wurde. „Sportplatzbau ist nicht einfach“, sagt er, zumal man unter Zeitdruck stand. Bis zum herbstlichen Laubfall mussten die Sportflächen fertig sein.

Am westlichen Ende entstehen am Tag des Besuchs gerade der Bereich für Hochsprung und der Anlauf für den Speerwurf. Am anderen Platz Ende werden künftig die Diskus- und Hammerwerfer sowie die Kugelstoßer gegeneinander antreten. Die alte Flutlichtanlage wurde ersetzt durch einen modernes, energieeffizientes und bedarfsgesteuertes Beleuchtungssystem. Ringsherum Aufenthaltsmöglichkeiten für Zuschauer, zum Teil mit Sitzgelegenheiten. Ein Streetball- und Basketballfeld im Eingangsbereich ist im Bau und soll für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Mit 1,8 Mio. Euro steht dieser Auftrag bei Schöppler in den Büchern. Die neu gestaltete Sportanlage am Schänzle soll bald auch als Trainingsgelände für internationale Meisterschaften dienen. Vor allem aber können sich viele Konstanzer Sportvereine über die guten Nachrichten aus dem Paradies freuen.

Das Schöppler-Team: Christian Lingl (Bauleitung), Johannes Chavillier (Polier), Waldemar Krieger (Baugeräteführer), Henry Wirth, Petrit Arkosi, Simon Hinz (Facharbeiter), Fabian Moor (Fachwerker), Jule Maas, Omid Abdolsey (Auszubildende)

 

Der neue Schänzlesportplatz in Konstanz - Schöppler hatte ihn in 6 Monaten angelegt. (Luftbilder mit freundlicher Genehmigung von Eberhard Landschaftsarchitekten.)

 

Polier Johannes Chavillier.

 

Juli 2025 - Drainageleitungen und Beregnungsanlage sind eingebaut.

 

Die neue Tartanbahn - auf ihr werden nach Regenfällen keine Pfützen mehr stehen.

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